Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DeGÖB-Tagung 2017

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Informelle ökonomische und finanzielle Bildung in Mexiko und Deutschland – Ein komparative Studie
Björn Zakula, Daniel Spörr

Gebäude: Helsinki
Raum: 166
Datum: 03.03.2017 11:25 – 12:00
Zuletzt geändert: 13.11.2016

Abstract


Ökonomische Bildung ist nicht nur in wohlhabenderen OECD Volkswirtschaften wie Deutschland von Bedeutung, sondern insbesondere in Ländern mit einer großen Anzahl von oftmals informellen Kleinbetrieben und geringer Partizipation von privaten Haushalten im formellen Bankensektor. Zu diesen gehört Mexiko. Das Land hat innerhalb der OECD Schätzungen zufolge einen der größten informellen Sektoren, der auch informelle finanzielle Transaktionen umfasst: Mehr als die Hälfte der privaten Haushalte sparen außerhalb des Bankensektors. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass es  in Mexiko in den letzten Jahren eine Reihe von Initiativen gab, die ökonomische und vor allem finanzielle Bildung zu stärken. Interessanterweise wird in Mexiko versucht, besonders durch informelle Bildung das Defizit in der formellen Bildung zu kompensieren und großen Bevölkerungsgruppen ökonomische und finanzielle Grundkompetenzen zu vermitteln. Ziel unseres Vortrages ist es, im ersten Teil die unterschiedlichen Ansätze und Kontexte ökonomischer Bildung unter besonderer Berücksichtigung der informellen Bildung in Mexiko und Deutschland zu beschreiben. Dabei wird am Fallbeispiel Mexikos herausgearbeitet, wie informelle d.h. in erster Linie außerschulische Bildung größere Bevölkerungsgruppen erreichen kann. Im zweiten Teil werden Umfrageergebnisse genutzt, um zu analysieren, welche Auswirkungen informelle ökonomische Bildung auf finanzielle Verhaltensmuster haben kann.