Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DeGÖB-Tagung 2017

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Nachhaltige Entwicklung von Lehr- und Lernmethoden bei der Integration von Flüchtlingen
Julia Claire Prieß-Buchheit

Gebäude: Helsinki
Raum: 165
Datum: 02.03.2017 13:15 – 13:55
Zuletzt geändert: 13.11.2016

Abstract


Können wir grundlegende wirtschaftliche Vorgänge definieren, die unbestritten sind?

 

Der Workshop ist ein Teil unserer Forschung im Rahmen des Projektes NELL: "Nachhaltige Entwicklung von Lehr- und Lernmethoden bei der Integration von Flüchtlingen". NELL ist eine Studie des „Zentrum für Konstruktive Erziehungswissenschaft" in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium Schleswig-Holsteins. Das Erkenntnisinteresse ist: Welche Lehr- und Lernwege führen zu einer ökonomischen Integration von Flüchtlingen?

 

Im Workshop sollen die verschiedenen Verfahren des Projekts diskutiert werden.

Das Projekt soll Lehr- und Lernstrukturen bei der ökonomischen Integration von Flüchtlingen erkennen und Lehr- und Lernstrukturen in Schleswig-Holstein und darüber hinaus verbreiten. Zweck des Projekts ist die Förderung von Integration durch Mitbestimmung. Das Projekt erarbeitet sozialwissenschaftlich fundierte Vorschläge zur Bewältigung einer Facette des aktuellen ökonomischen Migrationsproblems. Theoretische Grundlage des vorliegenden Projekts NELL ist jener Konstruktivismus, der von Kamlah und Lorenzen im Jahr 1973 begründet, nach seiner geographischen Herkunft als „Konstruktivismus der Erlanger Schule“ und entsprechend seiner Fortentwicklung je nach Schwerpunkt als „Methodischer Konstruktivismus“ oder als „Dialogischer Konstruktivismus“ bezeichnet wird.

Die Position ist gewählt worden als eine Theorie, deren Programm den Versuch beinhaltet, Erkenntnisse begründet, zirkelfrei und nachvollziehbar einzuführen. Jeder Versuch, auf der Grundlage des Methodischen Konstruktivismus empirisch zu arbeiten, stößt auf die

Schwierigkeiten einer unabgeschlossenen Theoriebildung. Nach der Middle-Range-Theory werden mit den Praktikern gemeinsam kritische Momente der Lehr- und Lernwege bestimmt und mit Termini belegt.

Dafür werden

1. in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium (Schleswig-Holstein) Projekte mit Flüchtlingen im sozialen und ökonomischen Bereich in Schleswig-Holstein begleitet und beobachtet,

2. bestpractice Beispiele in Zusammenarbeit mit Praktikern rekonstruiert und

3. im dialogischen Verfahren allgemeinen Momente dieser bestpractice Beispiele bestimmt.

Ergebnisse des NELL Projekts sind definierte Termini, die bedeutsame Momente in Lehr- und Lernwegen kennzeichnen, um Flüchtlinge in das ökonomische Leben zu integrieren. Diese Termini sind relevant für wirksame Handlungszusammenhänge zukünftiger Integrationsprojekte. Sie unterstützen einen methodischen Aufbau der außerschulischen ökonomischen Bildung im Feld multikultureller Zusammenarbeit.