Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DeGÖB-Tagung 2017

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Bedeutung und Messung non-kognitiver Facetten der Financial Literacy – Vorschläge und Diskussion der messtheoretischen Ausgestaltung
Sabrina Patitz, Marina Haves

Gebäude: Helsinki
Raum: 166
Datum: 02.03.2017 15:10 – 15:45
Zuletzt geändert: 13.11.2016

Abstract


Im Zuge von Weltwirtschaftskrise und aus Verbrauchersicht immer unübersichtlicher werdenden Finanzmärkten, gewann innerhalb des Forschungsfeldes der ökonomischen Bildung, die Frage was kompetentes Handeln in finanziell geprägten Lebenssituationen impliziert, vermehrt an Bedeutung. In den letzten Jahren gab eine Vielzahl von empirischen Forschungsprojekten Hinweise darauf, dass viele Menschen erhebliche Wissenslücken im finanziellen Bereich haben und deshalb Schwierigkeiten haben, ihr eigenes finanzielles Wohlbefinden zu gewährleisten und zu verbessern. Es existieren daher mittlerweile eine Vielzahl an Diagnose-Tools zur Identifizierung und Messung von Financial Literacy.

Ein Vergleich dieser Kompetenzmodelle zeigt, dass es insbesondere die Definition und Erhebung der kognitiven Facetten (wie zum Beispiel deklaratives und prozedurales Wissen) der Financial Literacy inhaltlich ausdifferenziert ist und messtheoretisch valide erhoben werden kann. Demgegenüber stehen die non-kognitiven Facetten (wie zum Beispiel Motivation, Einstellung, Volition), die zwar per Definition in den allen aktuellen Kompetenzmodellen zur Financial Literacy als wichtige und entscheidende Faktoren enthalten sind – für die aber bisher kaum Vorschläge zur Operationalisierung und Messung vorliegen.

Ziel dieses Beitrages ist es daher zum einen zu diskutieren, welche non-kognitiven Facetten der Finanzkompetenz bzw. der Financial Literacy als zentral klassifiziert werden können. Zum anderen sollen Vorschläge zur Operationalisierung vorgestellt werden. Grundlage hierfür bilden die Ergebnisse des Workshops „Non-kognitive Facetten der Finanzkompetenz!?“ der Fachtagung der Sektion Finanzielle Bildung der DeGÖB 2016.