Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DeGÖB-Tagung 2017

##paper.fontSize##: 
Intendierte und inzidentelle Lerneffekte im Rahmen von projektorientiertem Unterricht – ein Abgleich verschiedener Settings im Bereich Social Entrepreneurship Education
Inga Dominke

Gebäude: Helsinki
Raum: 164
Datum: 03.03.2017 09:00 – 09:35
Zuletzt geändert: 13.11.2016

Abstract


Die Social Entrepreneurship Education (SEE) verschreibt sich der Vermittlung von unternehmerischen Kompetenzen vor dem Hintergrund drängender gesellschaftlicher Herausforderungen. Um einen ausgeprägt handlungs- und kompetenzorientierten Unterricht zu ermöglichen, bedient sich das dazugehörige Unterrichtsmaterial unter anderem der Projektmethode und verwandter Unterrichtsmethoden.

Durch die eher offene Unterrichtsgestaltung im Rahmen von projektorientiertem Unterricht können die Schüler_innen viele Freiräume wahrnehmen. Dadurch ist neben Lerneffekten, die bei allen Schüler_innen auftreten, auch zu erwarten, dass die Schüler_innen zu unterschiedlichen Arbeitsergebnissen gelangen und dabei unterschiedliche Lernerfahrungen machen. Dieser Beitrag geht allerdings davon aus, dass die Projektmethode an sich nicht der einzige Grund für vielfältige Lerneffekte unter den Schüler_innen im Rahmen von SEE verantwortlich ist.

Die Verfasser_innen von Lehr-Lern-Material verfolgen bestimmte Intentionen mit ihrem Material und sind darum bemüht, ihr Lehr-Lern-Material so zu gestalten, dass ihre Intentionen im Rahmen der Nutzung im Unterricht möglichst gut erreicht werden können, auch wenn im Rahmen der Projektmethode unterschiedliche Ausgänge vorgesehen sind. Die Nutzung des Materials kann jedoch sehr unterschiedlich ausfallen und in verschiedenen Settings stattfinden (z.B. lehrerInnen- oder referentInnen-gesteuerter Verlauf; rein schulische oder auch externe Lernorte; verschiedene Schulformen und Klassenstufen; etc.). Zudem wird die Nutzung des Materials von den individuellen Intentionen von Lehrer_innen sowie Vorgaben durch Schule und Politik beeinflusst. Dieser Beitrag geht davon aus, dass diese unterschiedlichen Settings einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsergebnisse und Lerneffekte der Schüler_innen haben. Dadurch können andere Lerneffekte am deutlichsten hervortreten als die ursprünglich intendierten.

Am Beispiel des Projekts SEEd (Social Entrepreneurship Education an Schulen) wird der Zusammenhang zwischen einer Auswahl an verschiedenen Unterrichtssettings, die als Kontrollvariablen dienen, und den Lerneffekten der Schüler_innen herausgearbeitet.