Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DeGÖB-Tagung 2018

##paper.fontSize##: 
Wie viel Freiheiten benötigen und haben Lernende bei Planspielen?
Manuel Friedrich

Gebäude: Freiburg im Breisgau
Raum: KG 4 R 222
Datum: 27.02.2018 14:45 – 16:15
Zuletzt geändert: 25.02.2018

Abstract


Wie die Praxis des Unterrichtens im Fach Wirtschaft zeigt, bereitet die Durchführung eines ökonomischen Planspiels Schülerinnen und Schülern sehr viel Freude. Bei dieser Methode handlungsorientierten Unterrichts wird meist vermutet, dass die Lehrkraft kaum aktiv zur Wissensvermittlung beiträgt und es v.a. die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler sind, aus denen Kompetenzen erworben werden. Zwar gibt es feste Spielregeln, an denen sich die Akteure halten müssen, ansonsten sind die Schülerinnen und Schüler aber frei in ihren Entscheidungen, v.a. in der Ausrichtung ihrer Spielstrategie.

In diesem Vortrag wird ein computergestütztes komplexes betriebswirtschaftliches Unternehmensplanspiel für die Sekundarstufe I und II vorgestellt. Dabei geht es darum, dass mehrere Gruppen einer Klasse gegeneinander darum spielen, den höchsten Jahresgewinn in einem Mehrproduktunternehmen zu erzielen.

Es wird gezeigt, welche Pfadabhängigkeiten für den Spielerfolg schon bei der Festlegung der Konstruktionskriterien entstehen. Auch die Möglichkeit der Überforderung der Schülerinnen und Schüler je nach Altersstufe und Schulart muss bei der Durchführung eines Planspiels berücksichtigt werden.

Daraus leiten sich die Fragestellungen ab, welche Konstruktionskriterien bei der Entwicklung eines Planspiels beachtet werden müssen und wie sehr der Spielleiter bei Planspielen den Spielverlauf steuern muss, indem er beispielsweise Entscheidungshilfen anbietet oder die Lernenden sich selbst überlässt.