Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DeGÖB-Tagung 2018

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Inter- und intraindividuelle Konzeptvariation ordnungspolitischer Phänomene: Ergebnisse eines faktoriellen Survey Experiment
Tim Kaiser, Franziska Birke, Andreas Lutter

Gebäude: Freiburg im Breisgau
Raum: R2
Datum: 28.02.2018 09:30 – 11:00
Zuletzt geändert: 09.01.2018

Abstract


Die Soziale Marktwirtschaft stellt eine beständige Gestaltungsaufgabe an die Bürgerinnen und Bürger. Freiheit ist dabei ein wichtiges gesellschaftliches Ziel, das auf unterschiedliche Weise realisiert werden kann. Die Gewährung wirtschaftlicher Freiheit ist eine wichtige Funktion des Wettbewerbs. .allerdings bringt der Wettbewerb immer auch Gewinner und Verlierer hervor. Hier entsteht ein Spannungsfeld, das gestaltet werden muss.

 

Wenn Bürgerinnen und Bürger mündige Entscheidungen bezüglich der Ausgestaltung treffen können sollen, müssen sie hierfür u.a. die nötige ökonomischen und politischen Kompetenzen besitzen. Ordnungspolitische Urteilsfähigkeit ist somit ein zentrales Anliegen ökonomischer und politischer Bildung. Schülerinnen und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, komplexe Wirkungsketten zu überblicken und kritisch zu reflektieren, Sachverhalte aus der Perspektive unterschiedlicher Akteure zu analysieren und zu evaluieren sowie staatliche Eingriffe in ihrer Wirkung zu diskutieren. Um adressatengerechte Lernarrangements entwickeln zu können ist ein näheres Verständnis der Determinanten heterogener Konzeptualisierungen von ordnungspolitischen Fragen notwendig.

 

Dieser Beitrag präsentiert das Design und Ergebnisse eines faktoriellen Survey Experiments (Vignettenstudie) mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I zu der Frage, ob nach deren Meinung Verlierer im Wettbewerb vom Staat unterstützt werden sollen, und diskutiert fachdidaktische Implikationen.