Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DeGÖB-Tagung 2018

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Einfluss der Spar- und Anlagekompetenz auf ökonomische Entscheidungen und deren Testung.
Christian Roehe

Gebäude: Freiburg im Breisgau
Raum: KG 4 R 219
Datum: 27.02.2018 09:00 – 11:00
Zuletzt geändert: 18.01.2018

Abstract


Im Rahmen einer 2017 durchgeführten Forschungsarbeit wird aufgezeigt, welche Items geeignet sind das Konstrukt Spar- und Anlagekompetenz, einen selbst definierten Teilbereich der financial literacy, zu messen. Dazu wurde aus einem Pool von mehr als 300 Kompetenz-Items, die aus der einschlägigen Fachliteratur stammen, kriteriengeleitet ein Kompetenz-Test mit 72 Items entworfen. Unter Berücksichtigung der Klassischen und der Probabilistischen Testtheorie wurde das finale Testinstrument, welches 24 Kompetenz-Items umfasst, konstruiert.

Neben diesen testtheoretischen Hauptanalysen zeigen sich in dfem vorzustellenden Datensatz weitere interessante, zu diskutierende Zusammenhänge. Weiblichen Testpersonen ist Sparen und der Abschluss von Versicherungen wichtiger als männlichen Testpersonen. Im Kompetenz-Test schneiden die Frauen schlechter ab als die Männer. Darüber hinaus wirkt sich die Ausprägung der Spar- und Anlagekompetenz auf die Anzahl der genutzten Spar- und Anlageformen aus. Außerdem bevorzugen Testpersonen mit einer höheren Spar- und Anlagekompetenz den Rat von professionellen Beraterinnen und Beratern. Des Weiteren besitzen die kompetenteren Testpersonen einen besseren Überblick über ihre Finanzen und verfügen über einen längerfristigen Investitionshorizont. Testpersonen mit einem höheren Kompetenzniveau bilden häufiger eine finanzielle Reserve, sparen regelmäßiger einen festen Betrag, verfolgen aber seltener feste Sparziele.